Drei Schülergenerationen wurden hier bisher von der Lebenshilfe gefördert
Frohnhausen. (auwi) Auf 30 erfolgreiche Jahre in der Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher kann die von-Galen-Schule in Frohnhausen in diesen Tagen zurückblicken. Am 1. August 1976 wurde sie aus der bisherigen Tagesbildungsstätte als Elterninitiative aus der Taufe gehoben. In einer Feierstunde blickten Schüler, Eltern, Lehrer, sowie Förderer und Ehrengäste auf die vergangenen Jahre zurück Gleichzeitig hatte die Feier auch mit der Finanzierung eines geplanten Erweiterungsbaus die Großzügigkeit der Gäste mit im Auge.
Schulleiter Martin Gustorff, der als Nachfolger von Josef Brügge, Peter Wirkus und Andreas Nicht seit dem Jahr 2000 die Fäden der Einrichtung in den Händen hält, dankte allen, die der aus der Elterninitiative entstandenen Schule förderlich zur Seite stehen. Dazu gehörte auch die Schulpflegschaft, die örtlichen Vereine, die Kirche, die mit der Schule zusammengearbeitet haben und stets ein offenes Ohr für deren Anliegen hatten. In der Vergangenheit hatte sich die Schule den Erfordernissen angepasst. 1986 wurde eine Turnhalle errichtet, 1999 eine Pausenhalle und 2002 kam ein neuer Klassenraum dazu. Auch das Außengelände wurde neu gestaltet. Ein Schulerweiterungsbau soll in diesem Jahr beginnen. 22 Mitarbeiter kümmern sich hier heute um die Förderung von 78 behinderten Schülerinnen und Schüler. Dabei wird der geistigen Entwicklung der Zöglinge große Bedeutung beigemessen, betonte Schulleiter Gustorff.
Dankbar zeigte sich Landrat Hubertus Backhaus in seinem Grußwort: “ Die Lebenshilfe als privater Verein übernimmt hier staatliche Aufgaben und entlastet damit die ohnehin schwachen öffentlichen Haushalte. Drei Schülergenerationen sind inzwischen hier durchgelaufen. Den Pädagogen gilt hier ebenso mein Dank für ihre schwierige Arbeit, wie den Eltern, die sich im Förderverein für die Schule einbringen. Aufpassen müssen wir, dass diese Menschen aus finanziellen Gründen nicht an den Rand gedrückt werden. Das darf nicht passieren.“ betonte der Landrat zum Schluss seiner Worte.
Auch der stellvertretende Bürgermeister Johannes Krömeke (Brakel), der Vorstandvorsitzende der Lebenshilfe Ingo Rüchel (Gehrden) und der Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbH Werner Bornefeld-Ettmann (Brakel) würdigten in ihren Grußworten das Engagement der Schule, ihrer Lehrer und Eltern. „Am Anfang standen die Eltern“ erinnerte Bornefeld-Ettmann an deren große Bedeutung in der Zeit der Gründung der Elterninitiative Mitte der 70-er Jahre.
Nach dem offiziellen Teil ging es dann zum bunten Treiben rund um die Schule. Viele Spiele und Imbissstände sorgten dafür, dass alle Schüler und Gäste einen fröhlichen Jubiläumsnachmittag erleben konnten. Eine Fotoausstellung zeigte anschaulich drei Jahrzehnte von-Galen-Schule.
Eine besondere Idee hatte man sich zur Unterstützung des in diesen Jahr beginnenden Erweiterungsbaus einfallen lassen. „Fliesen erwerben und gestalten“ lautete das Thema der Spendenaktion, mit der ein separater Schulpavillon für drei Klassen gesponsert werden kann. Sowohl beim Fest wie auch in den nächsten Tagen können Fliesen gekauft und zum Beispiel bemalt werden, die dann später im Gebäude wiederzufinden sind. Änderungen im Schulgebäude, wie zum Beispiel im Sanitärbereich oder als Brandschutzmaßnahme, machen die Errichtung des Pavillons erforderlich. Die Gesamtkosten werden mit 900 000 Euro veranschlagt und helfende Spenden werden dringend benötigt, machte Schulleiter Martin Gustorff deutlich.
aus: Westfalenblatt 12. 05. 2006
Seit 30 Jahren besteht die von-Galen-Schule in Frohnhausen, eine Einrichtung der Lebenshilfe e. V. zur Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher.
Zum Geburtstag konnte Schulleiter Martin Gustorff neben den Schülern, Eltern und örtlichen Vereinsvertretern auch Ehrengäste willkommen heißen.
Pädagogin Cornelia Schwehm gehörte von Beginn an zum Schulkollegium. Auf dem Foto sind (v. l.) der ehemalige Schulleiter Peter Wirkus, der stellvertretende Bürgermeister Johannes Krömeke, Jubilarin Cornelia Schwehm, Schulleiter Martin Gustorff, der Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbH Werner Bornefeld-Ettmann, der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Ingo Rüchel und Landrat Hubertus Backhaus.