Die Zielsetzung
Mit der Initiative sollen Schulen auf ihrem Weg hin zu guten gesunden Schule beraten
und aktiv unterstützt werden.
Gute gesunde Schule zeichnen sich zum einen dadurch aus, dass sie leistungsstark
sind, d.h. ihre Zielsetzungen erreichen und zum anderen ihren Mitgliedern eine gesundheitsangemessene
und bedürfnisgerechte Umwelt bieten. Das Idealbild ist eine Schule, in der die Schülerinnen
und Schüler sowie Lehrkräfte eine Umwelt vorfinden, in der sie ihre Potentiale entfalten
und ihre Bedürfnisse erfüllen können und damit Bildungs- und Gesundheitsentwicklung
Hand in Hand gehen.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Projekthomepage:
www.gemeinsam-gesunde-schule-entwickeln.de
Merle Strigl, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Leuphana-Universität Lüneburg,
die das Projekt betreute, zeigte sich sehr erfreut von den Ergebnissen. „Die Schule
ist viele kleine Schritte gegangen und hat dabei das Projekt gut genutzt und umgesetzt.
Lehrer und Eltern haben sich stark engagiert. Es ist einfach toll, was sich hier
verändert hat“, lobte sie. Überhaupt hätten alle Beteiligten an einem Strang gezogen.
Das habe auch zum Erfolg beigetragen. Mit dem Projekt sollte ein Anstoß gegeben werden,
wie Veränderungen auf Gesamtschulebene bewirkt werden können. „Unser Ziel war es,
die Schule zu befähigen, groß angelegte Projekte eigenständig zu gestalten. Daher
haben wir unter anderem mit Fortbildungen dazu beigetragen, das entsprechende Wissen
an der Schule zu verankern“, sagte Merle Strigl. Als besondere Arbeitsschwerpunkte
sie Lehrergesundheit, Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Schülern, Sport-
und nannte Bewegungsangebote für Schüler sowie Fundraising (Sponsorenaquisition).
Die zu diesem Themen gegründete Projektgruppen haben dazu entsprechende Angebote
erarbeitet. So sind viele neue Bewegungsangebote für die Kinder entstanden, wie beispielsweise
ein neues Klettergerüst auf dem Schulhof, ein Balltrichter, ein Snoezel-Raum sowie
Spielekisten und neue Bewegungs- AGs. Durch Spenden von Unternehmen und Einzelpersonen
aus der Region konnten diese Neuerungen realisiert werden. Auch wurden verschiedene
Unterstützungsangebote entwickelt, wie ein Workshop zur Burnout-Prävention, kollegiale
Beratung und der Aufbau von Gesundheitsressourcen im Kollegium. Darüber hinaus sensibilisierte
eine Projektgruppe für eine sich verändernde Schülerschaft und den angemessenen Umgang
mit herausforderndem Verhalten. Dazu wurden ein einheitliches Regelwerk für die Schule
aufgestellt und ein Medienkoffer zur Förderung der sozialen Kompetenz etabliert.
„Wir waren ein Zug mit einer Lok davor, an die sich viele Waggons angeschlossen haben.
Es war eine lange, aber erfolgreiche Reise, die wir hinter uns gebracht haben. Aber
unser Zug hat noch viel mehr Elan“, fasste der Steuerungskreis mit Kerstin Drewes
und Marlene Ott zusammen. Man wolle weiter an der Verbesserung der Schulqualität
arbeiten und Themen, wie die Lehrergesundheit und die Bewegungsangebote für die Kinder,
in den Fokus stellen. Beeindruckt von den beachtlichen Projektergebnissen zeigte
sich auch Schulleiter Alfred Kerlin. „Ohne das große Engagement der KolleginnenundKollegen
sowie der Eltern wären diese Entwicklungen nicht möglich gewesen. Ich bin stolz auf
das Erreichte und auf jeden, der sich eingebracht hat“, sagte er. Eine gesunde Schule
zu sein, sei sehr wichtig. Denn nur wenn Schüler und Lehrer gesund seien, könne auch
der Unterricht erfolgreich verlaufen. Zum Abschluss des Projektes Und auch als Anerkennung
überreichten der Paderborner DAK-Chef Heinz Steffens und Merle Strigl der Von-Galen-Schule
eine Urkunde. „Sie haben gute Arbeit geleistet und viel Zeit, Kraft und Phantasie
in das Projekt eingebracht. Sie waren eine Paradeschule“, dankte Steffens für das
große und vorbildliche Engagement.
FOTO UND TEXT VON HELGA KROOSS
Aus Neue Westfälische NR. 238, DONNERSTAG, 13. OKTOBER 2011